Jedes Jahr findet die Landeseinzelmeisterschaft im G-Judo in Niedersachsen statt. Dieses Jahr, wie auch schon 2015, in Godshorn.

G-Judo ist Judo für Menschen, die eine Behinderung haben (G stammt aus dem holländischen und steht für "gehandicapt"). Darunter fallen sowohl geistige, also auch körperliche Behinderungen aller Art.
Von diesen “Einschränkungen” hat man am 11. Februar in Godshorn allerdings nichts gemerkt. Alle Teilnehmer kämpften miteinander bis ans Ende ihrer Kräfte und jeder wollte den Titel des Landesmeisters gewinnen.
Alle versuchten sich gegenseitig zu werfen und anschließend im Boden festzuhalten. Aber nicht nur auf der Matte ging es hoch her. Diejenigen die nicht gerade dabei waren zu kämpfen, feuerten die Kämpfer fleißig an und somit war es keine Seltenheit, dass die Halle vor lauter Jubeln richtig bebte.
Allgemein war die Stimmung sehr positiv. Wo man normalerweise nach einer Niederlage traurige Gesichter zu sehen bekommt, sah man bei den G-Judoka, mit wenigen Ausnahmen, nur glückliche Gesichter. Jeder freute sich, ganz egal ob gewonnen oder verloren. Alles verlief nach dem Motto: “Dabei sein ist alles!”. Das große Gemeinschaftsgefühl war vom gemeinsamen Aufwärmtraining bis zur Siegerehrung bei allen Teilnehmern zu merken.

Die Teilnehmer wurden alle in möglichst homogene Pools, mit bis zu fünf Kämpfern, eingeteilt, in denen Jeder gegen Jeden gekämpft wurde. Für den Judo Club Godshorn traten drei Kämpfer an.
Dandy Lotholz, Ben Johannßen und Friederike Poneß. Dandy Lotholz hatte zwei Gegner in seiner Gruppe. Den ersten Kampf musste er leider abgeben. Zwar konnte sich Dandy am Anfang gut durchsetzen, allerdings wurde er am Ende durch einen Tani-otoshi, einer Selbstfalltechnik, Ippon (Punkt) geworfen. Seinen zweiten Kampf konnte Dandy aber stark, mit einem Haltegriff im Boden, gewinnen. Somit erkämpfte Dandy sich den zweiten Platz.
Friederike Poneß hatte nur eine Gegnerin im leichtesten Pool des Tages. Dafür haben die beiden nach dem System “Best of 3” gekämpft. Alle drei Kämpfe waren sehr knapp. In den ersten beiden Kämpfen waren beide nach Punkten gleich auf, sodass die Kampfrichter entscheiden mussten, wer besser gekämpft hat. Der Erste ging an Friederike und der Zweite an ihre Gegnerin. Im entscheidenden finalen Kampf schaffte es Friedrikes Gegnerin jedoch sie zu werfen und so verlor Friederike. Sie konnte sich dennoch bei der Siegerehrung über ihren zweiten Platz freuen und ließ sich von den anderen Teilnehmern bejubeln.
Ben Johannßen hatte es mit einem vollen Pool von fünf Leuten am schwersten. Seinen ersten und vierten Kampf konnte er sauber für sich gewinnen. Zuerst mit einem Hüftfeger und am Ende mit einem Haltegriff. Bei den andern zwei Kämpfen wurde auch er, so wie Dandy Lotholz, mit der Technik Tani-otoshi, dem Selbstfallwurf, geworfen und erkämpfte sich so einen verdienten dritten Platz.
Der Trainer Marco Goldenstein ist sehr zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge und weiß schon wie sie sich für das nächste Turnier vorbereiten, damit die Kämpfer besser auf Selbstfalltechniken gefasst sind.

Wer selber mal Judo ausprobieren möchte, oder es sich einfach nur angucken will, kann gerne in der Turnhalle der Hermann Löns Grundschule in Langenhagen vorbeikommen. Die "Handicaps" trainieren Freitags von 18:00- 19:30Uhr. Weitere Informationen zu Ansprechpartnern und anderen Trainingsgruppen findet Ihr unter www.jcgodshorn.de .

    

 

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